Die Athleten des Österreichischen Ruderverbandes haben bei den Weltmeisterschaften in Sarasota-Bradenton am Montag ihre weiße Weste behalten. Einen Tag nach dem Halbfinaleinzug des Vierers ohne der Herren qualifizierten sich auch Magdalena Lobnig im Damen-Einer und der Leichtgewichts-Doppelvierer direkt für das Semifinale.

Magdalena Lobnig gewann ihren Heat in 7:36.43 Minuten mit über 13 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Chinesin Duan Jingli. Die 27-Jährige dominierte ihren Lauf von Beginn weg. Insgesamt kam Lobnig, die heuer in Posen ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, auf die achtbeste Zeit der vier Heats. Nur die Siegerinnen der jeweiligen Vorläufe schafften den direkten Aufstieg. Weiter geht es für Lobnig am Freitag ab 18.05 Uhr (MEZ).

Trainer Kurt Traer zeigte sich mit der Leistung mehr als zufrieden. „Magdi hat wirklich ein gutes Rennen abgeliefert, sie ist enorm stark gerudert. Zwar ist die Zeit im Head-to-Head-Vergleich zu den anderen drei Vorlaufsiegerinnen langsamer, aber sie hatte auch nicht den unmittelbaren Druck ihrer Gegnerinnen“, erklärte Traer.

Der vom Österreichischen Ruderverband neu gebildete Leichtgewichts-Doppelvierer der Männer mit Paul und Bernhard Sieber, Julian Schöberl und Rainer Kepplinger erreichte in seinem Vorlauf mit einer Zeit von 6:00,92 Minuten Platz zwei, der auch für die direkte Semifinal-Qualifikation notwendig war. Das rot-weiß-rote Quartett kam während des Rennens immer besser in Fahrt. Von der 500-m-Marke an arbeiteten sich die Österreicher kontinuierlich nach vorne. Insgesamt markierte das Boot die drittschnellste Zeit aller drei Vorläufe. Die Halbfinalläufe stehen am Donnerstag ab 16.51 Uhr (MEZ) auf dem Programm.

Nach dem ersten gemeinsamen Rennen war Julian Schöberl mit dem Halbfinaleinzug hochzufrieden. „Der Grundspeed ist da. Beim Start und im Finish haben wir noch Luft nach oben. Zum Glück haben wir uns eine Runde erspart. Bis Donnerstag ist jetzt genug Zeit, um zu regenerieren“, erklärte der 21-Jährige. Nun peilt das neu formierte Boot den Einzug in das große Finale an. „Wir hoffen, dass wir den Einzug ins A-Finale schaffen. Es ist alles möglich“, so die Devise von Schöberl. Auch Bernhard Sieber war über die Leistung äußerst erfreut: „Wir hatten überhaupt keinen Vergleichswert und sind mit unserer heutigen Leistung sehr zufrieden. Wir waren im heutigen Rennen ca. 10 Sekunden vor den Schweizern, die unser Boot bei der U-23 WM noch geschlagen haben.“ Sein Bruder Paul ortete aber ebenso noch Potential: „Auf den ersten 500 Metern haben wir ein bisschen gebraucht, bis wir zueinander gefunden haben. Der Endspurt war technisch nicht mehr ganz so sauber, aber wir haben richtig draufgedrückt. Am Start können wir sicher noch was rausholen.“

Bereits am Sonntag schaffte der Vierer ohne der Männer mit Ferdinand und Rudolph Querfeld, Gabriel Hohensasser und Christoph Seifriedsberger den Halbfinaleinzug. Das Quartett bestreitet den Semifinallauf ebenfalls am Donnerstag (18.28 Uhr MEZ). Am Dienstag ist Österreich in den Para-Bewerben durch Klaus Dolleschal (PR1 M1x) und Johanna Beyer/Rainer Putz (PR3 Mix2x) vertreten.

 

 

Ergebnisse

ÖRV-Mannschaft WM Sarasota-Bradenton/USA (24. September -1. Oktober 2017):

Herren

Vorlauf

LM4x (Leichtgewichts-Doppelvierer): 1. Griechenland (Ninos Nikolaidis/Panagiotis Magdanis/Spyridon Giannaros/Eleftherios Konsolas) 5:59.21 Min.; 3. Österreich (Bernhard Sieber/Julian Schöberl/Paul Sieber/Rainer Kepplinger) 6:00.92 Min. – weiter im Semifinale A/B

Damen

Vorlauf

W1x (Einer): 1. Magdalena Lobnig 7:36.43 Min.; 2. Duan Jingli (China) 7:49.70 Min. – weiter im Semifinale A/B