Erfolgreiches Wochenende für den ÖRV bei den U23-Europameisterschaften in Brest/Weißrussland: Rainer Kepplinger (Leichtgewichts-Einer) darf sich über Silber freuen, der Leichtgewichts-Doppelvierer mit Sebastian Kabas, Lukas Kreitmeier, Levi Weber, Umberto Bertagnoli gewinnt nach einem tollen Rennen die Bronzemedaille. Den erfreulichen Abschluss aus österreichischer Sicht machen Alexander Maderner und Johannes Hafergut im Leichtgewichts-Doppelzweier mit der Bronzenen.

Rainer Kepplinger ging im Leichtgewichts-Einer ambitioniert ins Medaillenrennen. Der ÖRV-Athlet lag bei der 1.000 Meter Marke noch voran und musste sich im Ziel nur knapp dem Deutschen Simon Klüter geschlagen geben. „Es war ein richtig gutes Rennen. Vom Start bin ich gut weggekommen, auf dem dritten 500er habe ich leider bisschen nachgelassen, aber ich konnte den Drittplatzierten gut auf Distanz halten und freue mich, dass sich der zweite Platz ausgegangen ist“, sagt der ÖRV-Athlet. Für Kepplinger steht mit den Weltmeisterschaften in Plovdiv (9.-16. September) bereits das nächste Großereignis an. „Die Medaille gibt für die WM natürlich Motivation, diese ist jedoch stark besetzt, es wäre toll, wenn ich dort in die Top-10 kommen würde.“

Sebastian Kabas, Lukas Kreitmeier, Levi Weber und Umberto Bertagnoli feiern im Leichtgewichts-Doppelvierer den Gewinn der Bronzemedaille. „Sie sind mutig ins Rennen gegangen und weggefahren, hinten raus mussten sie dem allerdings Tribut zollen. Aber mit der Medaille kann man auf jeden Fall zufrieden sein“, sagt ÖRV-Jugend-Bereichsleiter Christoph Engl.

Für die dritte ÖRV-Medaille sorgten Alexander Maderner und Johannes Hafergut im Leichtgewichts-Doppelzweier. Sie mussten sich nur den Crews aus Griechenland und der Schweiz geschlagen geben. „Die beiden haben ein gutes Rennen gezeigt. Auf dem dritten 500er sind sie so richtig in den Lauf gekommen und hinten raus immer besser geworden. Die Briten hatten mit Platz vier das Nachsehen, die Schweizer konnten sich noch wehren“, analysiert Engl.

Johanna Kristof vom VST Völkermarkt zeigte im A-Finale des Einers ein sehr gutes Rennen und beendet in ihrem ersten Jahr im U23-Bereich die U23-Europameisterschaft auf dem fünften Platz. „Johanna hat ein engagiertes, gutes Rennen gezeigt. Auf den ersten 1.000 Metern hat sie um die Medaillen mitgekämpft, die Bootsklasse ist jedoch auch sehr stark besetzt“, sagt ÖRV-Trainer Christoph Engl.

Nach nur zwei Wochen gemeinsamen Training schafften Gabriel Stekl und Jörg Auerbach im Doppelzweier den Einzug ins A-Finale, was das Potential dieser Crew zeigt. Im Finallauf belegten die ÖRV-Athleten den sechsten Platz. „Sie waren heute vielleicht etwas übermotiviert, aber es geht auch für so junge Athleten darum, Erfahrung zu sammeln“, erklärt Engl.

Vier ÖRV-Crews waren am Finaltag noch im B-Finale im Einsatz. Lara Tiefenthaler konnte sich mit Rang zwei im B-Finale des Leichtgewichts-Einers Platz acht der U23-Europameisterschaften sichern. Ebenfalls auf Rang acht beendet der Vierer ohne mit Martin Animashaun, Maximilian Hornacek, Patrick Laggner und Mattijs Holler die U23-EM.

Chiara Halama und Miriam Kranzmüller fixierten bei den U23-Europameisterschaften mit Rang drei im B-Finale des Doppelzweiers und dem neunten Endrang eine Top-10 Platzierung.

David Neubauer konnte krankheitsbedingt seinen Platz im Doppelvierer nicht einnehmen, so nahm Thomas Lehner kurzfristig seinen Platz ein. Die ÖRV-Athleten bestritten somit in der Neubesetzung Benedikt Neppl, Jakob Stadler, Thomas Lehner und Leopold Wiesinger ihr B-Finale und beenden die U23-EM nach Rang fünf im B-Finale auf dem elften Gesamtrang.

 

ÖRV-Mannschaft U23-EM in Brest/BLR (1. – 2. Sept. 2018)

A-Finali

Einer (BW1x)

1. Desislava Georgieva (BUL) 7:34,27 Min.; 5. Johanna Kristof (AUT) 7:46,11 Min. – Endrang fünf

Doppelzweier (BM2x)

1. Stefanos Ntouskos/Christos Stergiakas (GRE) 6:13,52 Min.; 6. Gabriel Stekl/ Jörg Auerbach (AUT) 6:45,36 Min. – Endrang 6

Leichtgewichts-Einer (BLM1x)

1. Simon Klüter (GER) 6:58,02 Min.; 2. Rainer Kepplinger (AUT) 6:59,36 Min.; 3. Gavin Horsburgh (GBR) 7:02,49 Min. – Silbermedaille

Leichtgewichts-Doppelzweier (BLM2x)

1. Petros Gkaidatzis/Ninos Nikolaidis (GRE) 6:18,44 Min.; 3. Alexander Maderner/ Johannes Hafergut (AUT) 6:23,67 Min. – Bronzemedaille

Leichtgewichts-Doppelvierer (BLM4x)

1. Deutschland (Tim Bier/Malte Koch/Philip Thein/Malte Rietdorf) 5:55,52 Min. 3. Österreich (Sebastian Kabas/Lukas Kreitmeier/ Levi Weber/Umberto Bertagnoli) 6:00,73 Min. – Bronzemedaille

B-Finali

Leichtgewichts-Einer (BLW1x)

1. Oda Aagesen (NOR) 8:03,32 Min.; 2. Lara Tiefenthaler (AUT) 8:06,06 Min. – Endrang acht

Doppelzweier (BW2x)

1. Mette Kochs Nielsen/Mia Sofie Rutzou (DEN) 7:14,76 Min.; 3. Chiara Halama/ Miriam Kranzlmüller (AUT) 7:24,15 Min.; – Endrang neun

Vierer ohne (BM4-)

1. Russland (Sergei Iskiv/Aleksei Shvetsov/Andrei Vysochkin/Grigorii) 6:16,54 Min.; 2. Österreich (Martin Animashaun/Maximilian Hornacek/Patrick Laggner/Mattijs Holler) 6:17,69 Min. – Endrang acht

Doppelvierer (BM4x)

1. Deutschland (Tim Liebrich/Emil Schmidberger/Lasse Grimmer/Malte Engelbracht) 6:01,35 Min.; 5. Österreich (Benedikt Neppl/Jakob Stadler/Thomas Lehner/ Leopold Wiesinger) 6:08,71 Min. – Endrang elf

 

Website FISA: www.worldrowing.com

Offizielle Website U23-EM: http://eru23ch2018.com