Magdalena Lobnig kürt sich bei den Europameisterschaften in Posen zur Vize-Europameisterin im Einer. Lukas Kreitmeier, Philipp Kellner, Alexander Maderner und Sebastian Kabas gewinnen im Leichtgewichts-Doppelvierer die Bronzemedaille. Ferdinand Querfeld, Gabriel Hohensasser, Christoph Seifriedsberger und Rudolph Querfeld schrammen im Vierer ohne knapp an der Medaille vorbei.

Magdalena Lobnig feiert im Einer den Gewinn der Silbermedaille und damit – nach Gold 2016 sowie Silber 2013 und 2018 – die vierte EM-Medaille ihrer Karriere. Während der gesamten EM zeigte Lobnig mit starken Leistungen auf und kontrollierte die Konkurrenz. Im Finale musste sie sich nur der regierenden Weltmeisterin Sanita Puspure aus Irland geschlagen geben. „Es war ein sehr couragiertes Rennen von mir heute, ich habe versucht dem Rennen von Anfang an meinen Stempel aufzudrücken, aber Sanita (Puspure Anm.) muss heute ein ultimativ gutes Rennen gefahren sein. Ich bin aber super happy mit Silber und sehr, sehr zufrieden“, freut sich Lobnig. „Ich habe mich in diesem Jahr sehr gut entwickelt und konnte meine Leistung sehr gut abrufen. Es fehlt noch etwas die Rennpraxis, aber das ist normal nach so einem Jahr, ich bin sehr stolz auf meine Leistung hier.“ 

ÖRV-Nationaltrainer Robert Sens: „Es war eine exzellente EM der gesamten Mannschaft. Magdalena ist zurück im Spiel, sie hat super mit Sanita (Puspure Anm.) gekämpft, die heute ein besseres Rennen gefahren ist. Aber alles in Allem war das eine hervorragende Leistung von Magdalena. Lobnig is back.“

Lukas Kreitmeier, Philipp Kellner, Alexander Maderner und Sebastian Kabas feiern in der nicht-olympischen Bootsklasse des Leichtgewichts-Doppelvierers den Gewinn der Bronzemedaille. Die ÖRV-Crew belegte wie am Vortag den dritten Platz. „Es war ein gutes Rennen, wir haben alles probiert und sind vorne entschlossen rausgefahren, am Ende hat die Kraft nicht ganz gereicht“, sagt Sebastian Kabas. „Speziell in diesem schwierigen Jahr ist die Medaille etwas ganz Besonderes. Es war schön wieder Rennen fahren zu können und das Jahr rudertechnisch gut abschließen zu können.“

Mit Rang vier verpasste der Vierer ohne mit Ferdinand Querfeld, Gabriel Hohensasser, Christoph Seifriedsberger und Rudolph Querfeld die EM-Medaille nur knapp. Die ÖRV-Crew war ambitioniert ins Rennen gestartet, lag bei der 1.000 Meter Marke noch in den Medaillenrängen. „Wir sind mit dem Rennen sehr zufrieden. Wir sind vom Start sehr mutig hinausgefahren und haben unser Bestes gegeben, aber heute hat es einfach Mannschaften gegeben, die schneller waren“, sagt Rudolph Querfeld. „Wir sind mit unserem Ergebnis mehr als zufrieden. Unser Ziel war es ins Finale zu kommen und jedes Boot, das wir schlagen konnten, war eine Draufgabe.“ Die Standortbestimmung bei der einzigen Regatta in diesem Jahr war auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele und die Restquotenregatta im nächsten Jahr besonders wichtig. „Wir haben ein neues Trainerteam und waren in diesem Jahr auf vielen Trainingslagern, im Training haben wir bereits gemerkt, dass das Boot gut läuft, aber zur Bestätigung braucht es den internationalen Vergleich. Die Gegner hier waren top und wir sind sehr glücklich, dass wir trotz Corona dieses Wochenende hatten. Es ist wichtig und hilft uns über den harten Winter zu kommen“, sagt Rudolph Querfeld. 

Jörg Auerbach, Armin Auerbach, Julian Brabec und Thomas Lehner beenden die Europameisterschaft im Doppelvierer in den Top-10. Im B-Finale musste sich die ÖRV-Crew nur der Konkurrenz aus der Ukraine und Russland geschlagen geben, was für die ÖRV-Athleten den neunten Platz im Endklassement bedeutet. 

Julian Schöberl und Paul Sieber belegten in ihrem B-Finale den sechsten Rang. Der Leichtgewichts-Doppelzweier Schöberl/Sieber findet sich somit auf Rang zwölf im Endklassement der Europameisterschaft wieder. Lukas Reim (Einer) hat sich bei seinen ersten Europameisterschaften im Elite-Bereich bereits gestern mit einem Sieg im C-Finale den 13. EM-Platz gesichert.

Robert Sens zur EM: „Es war eine super EM, wir sind sehr zufrieden. Wir haben gesehen, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und wissen jetzt, wo wir ansetzen müssen. Nach einer kurzen aktiven Erholung werden wir die nächsten guten und richtigen Schritte machen.“ 

Ergebnisse Europameisterschaft Posen (POL), 9.-11. Oktober 2020 

A-Finali

W1x (Einer): 1. Sanita Puspure (IRL) 7:36,04 Min.; 2. Magdalena Lobnig (AUT) 7:38,46 Min., – Silbermedaille

M4- (Vierer ohne):  2. Niederlanden (Jan van Der Bij, Boudewijn Roell, Sander de Graaf, Nelson Ritsema) 6:01,70 Min., 4. Österreich (Ferdinand Querfeld, Gabriel Hohensasser, Christoph Seifriedsberger, Rudolph Querfeld) 6:06,83 Min. – EM-Rang vier 

LM4x (Leichtgewichts-Doppelvierer): 1. Italien (Catello Amarante II, Antonia Vicino, Patrick Rocek, Gabriel Soares) 6:01,01 Min.; 3. Österreich (Lukas Kreitmeier, Philipp Kellner, Alexander Maderner, Sebastian Kabas) 6:10,12 Min. – Bronzemedaille

B-Finali

M4x (Doppelvierer): 1. Ukraine (Pavlo Yurchenko, Serhii Budko, Olexandr Nadtoka, Mykola Kalashnyk) 5:58,87 Min.; 3. Österreich (Jörg Auerbach, Armin Auerbach, Julian Brabec, Thomas Lehner) 6:02,45 Min. – Endrang 9

LM2x (Leichtgewichts-Doppelzweier): 1. Pierre Houin/Hugo Beurey (FRA) 6:34,11 Min.; 6. Julian Schöberl/Paul Sieber (AUT) 6:42,10 Min. – Endrang 12

Links:

Offizielle Website der FISA www.worldrowing.com 

Offizielle Website der EM https://www.erch2020.eu/