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Verstellmöglichkeiten am Ausleger – Dollenhöhe, Dollenabstand

Ausleger mit Dolle

An modernen Auslegern können folgende Parameter verstellt werden:

  • Dollenabstand
  • Dollenhöhe
  • Dollenneigung (Anlage)

Dollenabstand:

Der Dollenabstand beeinflusst:

  • den Arbeitswinkel des Ruderers/der Ruderin: Je weiter außen die Dolle, desto geringer ist der Arbeitswinkel -d.h. Auslagewinkel und Enzugwinkel verkleinern sich
  • den **Übergriff** der Ruder

Empfehlungen für Standardeinstellungen:

Ein guter Ausgangswert ist ein Dollenabstand von 159 cm (Skullieren).

Der Dollenabstand kann aber geringfügig variiert werden, z.B. von 158-160 cm.

Körpergröße Dollenabstand

  • < 160 cm 158-159 cm
  • 160-175 cm 159-160
  • 175-190 160-161 cm

Dollenhöhe

Die Dollenhöhe beeinflusst die Zughöhe des Ruders.

Bei älteren Booten ist die Verstellung der Dollenhöhe nicht am Ausleger möglich, sondern erfolgt durch Unterlegen von Scheiben an der Kontaktstelle zwischen Boot und Ausleger.

Die erforderliche Dollenhöhe hängt ab vom:

  • Bootskörper - Bootsbauer/innen spezifzieren ihre Boote nach dem Körpergewicht der Mannschaft
  • Körpergewicht der Ruderer/innen

Für die Dollenhöhe gilt:

  • zu hohe Dollen erschweren das Abdrücken des Ruders
  • zu niedrige Dollen erschweren die Ruderführung im Anrollen - as Ruder „plätschert“ beim Vorrollen

Je kürzer der Oberkörper eines Ruderers/einer Ruderin ist, desto kritischer ist die korrekte Einstellung der Dollenhöhe.

Korrekte Zughöhe - die Dollenhöhe beeinflusst die Zughöhe.

  • Bei richtiger Zughöhe ist die Zugebene von der Auslage bis zum Endzug etwa in Schulterhöhe, die Hand sollte im Endzug nicht höher als einige cm über der Brustwarze sein (vor allem bei Frauen).
  • Ist die Dolle zu tief, besteht die Gefahr des Rundrückens in der Auslage. Das Abdrücken wird erschwert, da die Oberschnekel im Weg sind und beim Vorrollen plätschern die Ruderblätter am Wasser.
  • Ist die Dolle zu hoch, ist das Handgelenk in der Auslage höher als die Schulter, der Antritt klappt nicht wunschgemäß.

Anlage des Ruders

Moderne Dollen bieten auch die Möglichkeit, die Neigung des Ruderblatts gegenüber der Wasseroberfläche einzustellen.

Der Winkel zwischen Ruderblatt und der Vertikalen sollte bei modernen Blattformen etwa 3,5 Grad betragen.

Fehler bei der Anlage sind - auch von weniger Geübten - leicht zu merken, wenn man mit lockerer Griffhaltung die Ruder durch´s Wasser zieht, und das Ruderblatt:

  • zu tief eintaucht - der Anlagewinkel ist zu gering
  • aus dem Wasser aufsteigt - der Anlagewinkel ist zu groß

Bei richtig eingestellter Anlage nimmt das Ruderblatt von selbst die richtige Wasserlage ein.

Geübte Ruderer/Rduerinnen können leichte Abweichungen gut kompensieren, wichtig ist jedoch, dass der Winkel rechts und links einigermaßen gleich ist.

bootstechnik/ausleger/ausleger.1482486905.txt.gz · Zuletzt geändert: 2016/12/23 10:55 von veronikaebert