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schlagzyklus:ergometer

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Vergleich Rudern am Wasser - Ergometerfahren

Das Trockentraining am Ruderergometer zeigt viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zum Rudern im Boot auf dem Wasser.

Gemeinsamkeiten:

Vieles, das für das Rudern wichtig ist, kann auch am Ergometer trainiert werden kann:

  • Bei einem Ergometerzug werden im Großen und Ganzen die gleichen Muskelgruppen beansprucht wie im Ruderboot.
  • Der Bewegungsablauf ähnelt jenem im Ruderboot: Dazu gehört die Koordination der Bein-, Rumpf- und Armarbeit.
  • Die körperliche Leistungsfähigkeit von Ruderer/innen kann anhand von Ergometerleistungen gut abgeschätzt werden - Wind und Wetter spielen keine Rolle.

Vergleich des Bewegungsablaufs zwischen Ruderergometerfahren - Rudern

Unterschiede:

Es gibt aber auch Unterschiede zwischen dem Rudern im Boot und dem Training am Ruderergometer, da ein Ruderboot ein sich – gegenüber der Wasseroberfläche - bewegendes System ist, während ein Ergometer an Ort und Stelle steht.

Am Ergometer spielen einige Faktoren, die für den Bootslauf am Wasser bedeutend sind, keine Rolle:

  • die Geschwindigkeit des Anrollens spielt eine untergeordnete Rolle. - im Boot ist das gefühlvolle Anrollen und die gefühlvolle Umkehrbewegung für das das gleichmäßige Weitergleiten des Bootes im Anrollen wichtig.
  • Es gibt keine fein koordinierte Einsatzbewegung des Blattes ins Wasser - am Wasser kann eine schlecht koordinierte Bewegung zum Abbremsen des Bootes führen.
  • Es gibt kein Ruderblatt, und damit keine gefühlvolle Blattführung, d.h. die Griffhaltung spielt eine untergeordnete Rolle - am Wasser kann eine unruhige Blattführung die Effizienz des Schlages deutlich verringern.
  • Das Halten des Gleichgewichts spielt keine Rolle - am Wasser muss das Boot muss vor allem während des Anrollens balanciert werden.
  • Der Rhythmus ist kaum von Bedeutung, er spielt nur insofern eine Rolle, als er es dem Athleten/der Athletin erlaubt, sich bis zum nächsten Schlag zu regenerieren - Am Wasser ist zeitlich genau koordinierte Wechsel zwischen einem kraftvollen Durchzug und einem gefühlvollen Anrollen wichtig für den effizienten Krafteinsatz.

Geübte Ruderer/innen merken auch rasch, dass der Ergometerschlag eine andere Dynamik hat als der Schlag im Ruderboot

  • Zu Beginn des Durchzugs ist der Widerstand im Ruderboot geringer, der Rudergriff ist rascher, die Beinstreckungsgeschwindigkeit höher.
  • Unterschiede gibt es auch im Bereich des Endzugs: Der Endzug am Ruderergometer erfordert mehr Kraft als im Boot,die das Boot eine hohe Eigengeschwindigkeit gegenüber dem Wasser aufweist.

Wie stark die Dynamik am Ruderergometer vom Rudern am Wasser divergiert, hängt auch von der Bauform des Ruderergometers ab.

schlagzyklus/ergometer.1586196731.txt.gz · Zuletzt geändert: 2020/04/06 20:12 von veronikaebert