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schlagzyklus:fehler:durchzug

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Häufige Fehler im Durchzug

Hand im Mittelzug nach oben gezogen

Diese Bewegungsvorstellung stammt oft aus Vorerfahrungen beim Jollenrudern (z.B. Leihboote), die Handgelenke werden im Durchzug halbkreisförmig geführt, statt parallel zum Wasser. Als Folge taucht das Ruder zu tief ein, nicht nur das Blatt, sondern auch der Ruderschaft sind unter Wasser, der Wiederstand des Blattes wird größer, ohne dass der Mehraufwand den Vortrieb erhöht.

die Handgelenke sollten parallel zum Wasser sein, und nicht nach oben gezogen werden


Gebogenes Handgelenk

Manche Ruderer/innen ziehen das Handgelenk im Durchzug nach oben - die Folge können schmerzhafte Sehnenscheidenentzündungen sein. Darum: Handgelenk flach halten - Griffhaltung demensprechend anpassen. Die Oberseite der Hand und der Unterarm sollten in einer Ebene liegen.

Das Handgelenks sollte gestreckt sein (gelb), keinesfalls nach oben gezogen werden (orange)


Oberkörper zu früh mitnehmen

Während der 1. Durchzugsphase, dem Antritt, bleibt der Oberkörper Richtung Heck geneigt. Erst später folgt der Oberkörperschwung.

In der 1. Phase des Durchzugs, dem Antritt, sollte sich die Oberkörperposition kaum ändern. Der Oberkörper bleibt Richtung Heck geneigt


Abfahren mit dem Sitz

Nicht nur das zu frühe Mitnehmen, sondern auch das zu späte Mitnehmen des Oberkörpers Richtung Bug sollte vermieden werden. Bei diesem Fehler geht das Gesäß zu früh Richtung Bug. „Mit dem Sitz abzufahren“ bedeutet auch, dass die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule über Gebühr belastet werden.

Korrekter Antritt (links) - „Mit dem Sitz abfahren“ (reechts)

Häufige Ursache für den Fehler sind:

  • zu weite Vorlage des Oberkörpers in der Auslage
  • zu harte Hebel der Ruder: der Körper weicht dem Druck aus

"Klammern" der Arme

Sofort nach dem Einsatz werden die Schultern hochgezogen, und die Ellbogen gebeugt. Bei diesem Fehler kommt meist das Blatt zu tief (Ruderschaft auch im Wasser.

Mögliche Ursachen des Klammerns:

  • zu harte Hebeleinstellungen, die Oberkörpermuskel spannen reflektorisch an.
  • Unsicherheit bei der Wahrnehmung der Blattlage

Zu weiter Endzug

Eine zu weite Rücklage (rot) kostet Kraft und verlangsamt die Umnkehrbewegung; grün =ok

Ein zu weiter Endzug kann zwei Ursachen haben:

  • eine extreme Körperrücklage
  • Rudergriffe werden am Körper vorbeigezogen

Eine zu weite Rücklage kostet Kraft und erschwert das geschmeidige Abdrücken-Hände weg (bugwärtige Umkehrbewegung). Gut trainierte Hüftbeuger und Bauchmuskulatur ermöglichen eine weitere Rücklage.

Das Vorbeiziehen der Rudergriffe am Körper ist nur wenig vortriebswirksam, kostet Zeit und erschwert die flüssige bugwärtige Umkehrbewegung ebenfalls.


Gerissender Endzug

Mit dem Endzug wird der Schlag fertig gestellt, der Endzug sollte eine dynamische, weiche Umkehrbewegung sein, ohne übertriebenes Anreißen.

Das rasche Herreißen der Rudergriffe zum Körper macht es unmöglich, die Gegenbewegung (das Anrollen) flüssig einzuleiten und stört somit den Bootslauf.

Ursache für diesen Fehler kann sein, dass der Ruderer/die Ruderin die falsche Bewegungsvorstellung hat, und meint, dass die Hauptarbeit beim Rudern mit den Armen geleistet wird.


Runder Rücken - zuwenig Körperspannung ("Über den Löffel fallen")

Im Endzug sollte der Scheitel nach oben drücken, der Rücken durch die Körperspannung aufrecht sein, die Lendenwirbelsäule in Lordose sein.

„Über den Löffel fallen“- rechts

Manche Ruderer/innen „fallen über den Löffel“ - der Rücken wird rund, der Kopf fällt über die Rudergriffe, die Rudergriffe werden in Richtung Bauch gezogen. Diese Haltung erschwert die nachfolgende flüssige bugwärtige Umkehrbewegung.

Bei diesem Fehler hilft es, auf einen waagrechten Blick zu achten - der Blick führt die Bewegung.

In manchen Fällen erlaubt es die Stemmbretthöhe nicht, die Beine in der Endzugposition annähernd auszustrecken, eine mögliche Mitursache für die Entstehung dieses Fehlers. In diesem Fall sollten die Schuhe höher montiert werden.

Aber auch zu hohe Schuhe können den Rundrücken im Endzug fördern - ist die Ferse zu hoch, kann die Lordose in der Lendenwirbelsäule nicht aufrecht erhalten werden.


Häufige Fehler

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schlagzyklus/fehler/durchzug.1486905202.txt.gz · Zuletzt geändert: 2017/02/12 14:13 von veronikaebert