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schlagzyklus:heckwaertigeu:einsatzbewegung

Die Einsatzbewegung

Die Einsatzbewegung ist zentral, um die Kraft von Beinen und Rumpf effizient auf das Ruderblatt zu übertragen.

Heckwärtige Umkehrbewegung in Zeitlupe

Einsatzbewegung

Um das Blatt punktgenau im Wasser versenken zu können muss die Einsatzbewegung bereits in der letzten Anrollphase eingeleitet werden. Das Blatt sollte ziemlich weit im Heck des Bootes, kurz nach der Auslageposition im Wasser versenkt werden.

Det Einsatz beginnt in den letzten Millisekunden (!) der Anrollbewegung mit dem Antritt der Beine, die Zehen beginnen über die Zehenballen Druck auf das Stemmbrett zu übertragen. Die Folge: Das Blatt wird bereits kurz beschleunigt, bevor es ins Wasser eintaucht.


Beim Einsatz kommt es auf ein präzises Timing verschiedener Muskelgruppen an. Er gelingt daher nur, wenn die Bewegung geschmeidig, und nicht zu hastig erfolgt. Die Einsatzbewegung erfordert viel Feingefühl in Fingern, Armen und Schultern.


Wie kommt das Blatt ins Wasser?

Wenn das Blatt von oben nach unten ins Wasser soll, muss sich gleichzeitig der Griff des Ruders von unten nach oben bewegen. Die Bewegungsrichtung dreht sich um, weil das Ruder in der Dolle aufliegt.

Um das Blatt im Wasser zu versenken, muss sich der Rudergriff nach oben bewegen


Einsatzbewegung: Im letzten Vorrollen wird das Blatt aufgedreht und das Handgelenk geht gleichzeitig nach oben. Da sich der der Ruderer/die Ruderin beim Anrollen in der Horizonalen bewegt, kommt das Handgelenk in einer Viertelkreisbewegung nach oben.

Blatt- und Griffbewegung im Einsatz

Position der Arme vor dem Einsatz (links), nach dem Einsatz (rechts)

Durch Anheben des Handgelenks gelangen die Ruder ins Wasser


Bewegung der Arme: Die Arme gehen von einer lockeren Streckung in eine volle Streckung (mit Vordehnung der Muskulatur) über. Die Handgelenke gehen nach oben.

Bewegung des Oberkörpers: Der Oberkörper sollte seine leichte Neigung Richtung Heck nicht verändern. Kurz vor dem Wasserkontakt (Aufnahme des Druckes durch das Blatt) werden gleichzeitig viele Muskel aktiviert, Die Lage des Oberkörpers wird dabei ohnen nennenswerte Bewegung stabilisiert, um den Druck von den Zehenspitzen bis zum Scheitel übertragen zu können.

Der Einsatz des Blattes ins Wasser erfolgt unmittelbar nach dem heckwärtigen Umkehrpunkt.

Fotostrecke der Einsatzbewegung


Es ist alles andere als leicht, das Ruderblatt im Rahmen einer dynamischen Umkehrbewegung an der richtigen Stelle (sehr weit bugwärts) ins Wasser zu bringen, da dafür eine exaktes Timing im Millisekundenbereich, und eine sehr gute Feinkoordination erforderlich ist. Jede Bewegung Richtung Bug, ohne dass das Blatt im Wasser ist, ist überflüssig und bringt Unruhe in den Bootslauf. Der Ruderer/die Ruderin steht vor einer ähnlich anspruchsvollen Aufgabe wie ein Skispringer/ienen Skirpringerin, der/die versucht, exakt an der Kante des Schanzentisches mit der Beinstreckung zu beginnen.

Es lohnt sich daher, die Einsatzbewegung immer wieder gezielt zu trainieren.


Voraussetzungen für einen guten Einsatz sind:

  • beim Abdrücken der Blätter im Endzug den Oberkörper nicht zu weit Richtung Heck legen
  • dosiertes Anrollen
  • in der Auslage keine zu weite Oberkörpervorlage erzwingen
  • rechtzeitiges Aufdrehen des Blattes

Die Einsatzbewegung kann gelingen, wenn folgenden Bewegungsvorstellungen verwirklich wird:

  • Blatt sanft ins Wasser „fallen lassen“, die Arme und Hände geben locker nach

Viele Ruderer/innen haben bei voller Schlaglänge einen zu kurzen Wasserweg, weil der Innenhebel nach unten gedrückt wird, das Handgelenk nach unten geht („aufreiben“).

Häufige Fehler beim Einsatz

Übungen zum Einsatz


Beim Riemenrudern erfolgt der Einsatz durch eine analoge Bewegung des Handgelenks der Innenhand, die Außenhand geht passiv mit.


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schlagzyklus/heckwaertigeu/einsatzbewegung.txt · Zuletzt geändert: 2017/08/10 12:46 von veronikaebert