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sicherheit:gesetzlicheregelungen

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sicherheit:gesetzlicheregelungen [2020/01/13 22:01]
veronikaebert angelegt
sicherheit:gesetzlicheregelungen [2020/08/01 18:56] (aktuell)
veronikaebert
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 ====== Gesetzliche Regelungen ====== ====== Gesetzliche Regelungen ======
  
-Hier kurz ein Abriss über relevante gesetztliche Regelungen ​für Ruderboote:+Bei der Nutzung österreichischer Gewässer sind gesetzliche Bestimmungen zu beachten, dies gilt **für ruhende und fließende Gewässer**.
  
 +{{:​sicherheit:​grundlseeb.png?​700|}}
  
-==== Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt (Schifffahrtsgesetz – SchFG), StF: BGBl. I Nr. 62/1997====+// Seen des Salzkammerguts - auch hier gelten gesetzliche Regelungen für Ruderboote und Schwimmer. QuelleBilder © Technologies,​ Geoimage Austria, Google Bilder, © Bilder TerraMetrics,​ Kartendaten © 2020//
  
-Ziel: Gewährleistung der Sicherheit+Hier kurz ein Abriss über relevante gesetzliche Regelungen für Ruderboote - diese gelten für **Sportfahrzeuge** bzw. **Ruderfahrzeuge**,​ d.h. für uns Ruderer/​innen. 
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 +---- 
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 +==== Schifffahrtsgesetz ==== 
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 +(BGBl. I Nr. 62/1997) 
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 +**Ziele des Gesetzes:** Gewährleistung der Sicherheit, Schutz der Umwelt, Vermeidung von Beschädigungen,​ Vermeidung der Behinderung der Schifffahrt oder Berufsfischerei. Damit ist klar, dass die **Berufssschifffahrt uneingeschränkt Vorrang** gegenüber Ruderbooten hat. 
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 + 
 +  * gilt für fließende Gewässer sowie fast alle österreichischen Seen - Liste im Anhang des Gesetzes 
 +  * auf Wasserstraßen gibt es deutlich mehr Regelungen (Schiffahrtszeichen,​ Genehmigungspflichten),​ die der Regelung des Schiffsverkehrs dienen - Wasserstraßen sind  
 +die Donau (einschließlich Wiener Donaukanal),​ die March, die Enns und die Traun, mit allen ihren Armen, Seitenkanälen,​ Häfen und Verzweigungen,​ ausgenommen einiger Gewässerteile,​ die im Anhang des Gesetzes aufgelistet sind 
 +  * grundsätzlich darf jedes öffentliche Gewässer befahren werden, so kein besonderes Verbot vorliegt 
 +  * das Ruderfahrzeug muss **fahrtauglich sein (inklusive Wartung)** 
 +  * Jedes Boot muss einen **Schiffsführer/​eine Schiffsführerin**,​ d.h. Kundigen/​eine Kundige an Bord haben, der/die dem Gewässer sowie dem Fahrzeug entsprechend nautische Kenntnisse und Kenntnisse der Verkehrsvorschriften besitzen 
 +  * der/die Schiffahrtsführer/​in ist verpflichtet,​ die Ordnung an Bord durch Anweisungen zu regeln - **Ruderkommandos zu geben ist also eine Verpflichtung**,​ sobald mehrere Personen an Bord sind 
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 +{{:​sicherheit:​kommando_im_boot_beschriftet.jpg?​700|}} 
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 +//Eine/r muss das Kommando haben - in der Regel die Steuerfrau bzw. der Steuermann. Eine wichtige Voraussetzung,​ um die Sicherheit zu gewährleisten//​ 
 + 
 +  * die **Mannschaftsmitglieder müssen** den Anordnungen des Schiffsführers/​der Schiffsführerin **Folge leisten** 
 +  * auf Anfrage der Behörde ist Auskunft zu erteilen, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt Schiffsführer/​in war - d.h. ein Verein muss über ein **vollständiges Logbuch** verfügen 
 +  *   * der Schiffsführer bzw. die Mannschaftsmitglieder (die ja für die Manövrierbarkeit des Bootes erforderlich sind), dürfen **nicht alkoholisiert** sein. - Grenze für Mannschaftsmitglieder wie im Verkehr 0,5 Promille, für den/die Schiffsführer/​in gilt sogar eine 0,1 Promillegrenze (!). Gleiches gilt für den Konsum von **Medikamenten**,​ außergewöhnliche **Erregung** oder **Ermüdung** - in diesem Zustand darf nicht gerudert werden. 
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 +  * Im **Notfall** darf **jedes Ufergrundstück** genutzt werden, um das Boot bzw. die Mannschaft zu retten (also auch Privatgrundstücke) 
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 +---- 
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 +==== Seen- und Fluss-Verkehrsordnung ==== 
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 +(BGBl. II Nr. 98/2013) 
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 +Diese Verordnung gilt für österreichische Gewässer, für **Wasserstraßen** gelten teilweise **strengere Anforderungen** (siehe unten). Sie detailliert das Schifffahrtsgesetz. 
 + 
 +Detaillierung/​Ergänzungen zum Schifffahrtsgesetz:​ 
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 +  * das Mindestalter für **Schiffsführer** für Ruderboote beträgt **12 Jahre** 
 +  * Schiffsführer muss sich über **Sturmwarnanlagen** informieren 
 +  * behördliche Bewilligung für **Wassersportveranstaltungen** erforderlich,​ wenn Schifffahrt beeinträchtigt werden könnte 
 +  * **Manöver** müssen **deutlich erkennbar** und rechtzeitig ausgeführt werden 
 +  * bei schlechten Sichtverhältnissen darf nicht gefahren werden (z.B. Nebel) 
 +  * **Badeverbote**:​ 100 m rund um Hafeneinfahrten,​ Anlegestellen,​ Fähren, Arbeitsschiffen (Baggerschiff etc.), außer es handelt sich um öffentliche Badeplätze 
 +  * Badende dürfen **Wasserfahrzeuge nicht behindern**:​ Badende müssen sich so verhalten, dass Fahrzeuge weder ihren Kurs ändern noch ihre Geschwindigkeit verringern müssen, 30m Abstand zu fahrenden Fahrzeugen ist einzuhalten,​ es darf nicht in den Kurs hinein geschwommen werden. Trotzdem gilt die Grundregel: "Alle müssen Schwimmende beachten"​ 
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 +---- 
 +==== Wasserstraßenverkehrsordung ==== 
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 +(BGBl. II Nr. 31/2019) 
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 +Für Wasserstraßen,​ auf denen reger Berufsschiffverkehr herrscht, gelten strengere Regelungen als für "​normale Gewässer"​. 
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 +  * gilt für **Wasserstraßen**. Wasserstraßen sind die Donau (einschließlich Wiener Donaukanal),​ die March, die Enns und die Traun, mit allen ihren Armen, Seitenkanälen,​ Häfen und Verzweigungen,​ ausgenommen einiger Gewässerteile,​ die im Anhang des Gesetzes aufgelistet sind 
 +  * **Ruderboote** haben fast immer **Nachrang**,​ das Gesetz sagt dazu: "​Kleinfahrzeuge müssen allen anderen Fahrzeugen, die keine Kleinfahrzeuge sind, den für deren Kurs und zum Manövrieren notwendigen Raum lassen. Sie können nicht verlangen, dass diese Fahrzeuge ihnen ausweichen"​. Einen guten Überblick über die geltenden Vorrangregeln zwischen verschiedenen Wasserfahrzeugen gibt die Unterseite Vorrangregeln. 
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 +//​Motorboote haben Nachrang gegenüber Ruderbooten,​ Segelboote Vorrang// 
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 +  * Der **Schiffahrtsführer/​die SChifffahrtsführerin** muss **mindestens 14 Jahre** alt sein 
 +  * Schifffahrtszeichen wie Bojen dürfen nicht zum Festmachen von Booten verwendet werden 
 +  * wenn Schifffahrtszeichen beschädigt werden bzw. beschädigt vorgefunden werden, muss das der Behörde gemeldet werden 
 +  * Verpflichtung zur Hilfeleistung 
 +  * Wassersportveranstaltungen ​ sind an behördliche Genehmigungen gebunden, da es dabei zu einer Ansammlung von Wasserfahrzeugen kommen kann 
 +  * Das Boot muss **gekennzeichnet** sein - **Name, oder Nummer** - das Boot muss somit einen Bootsnamen haben. Auch der **Eigentümer** (Verein) und dessen **Anschrift** muss - an gut sichtbarer Stelle - angeben sein  
 +  * Schiffe müssen gekennzeichnet sein - für jede Fahrzeugart (z.B. Schubverband) gibt es eigene Vorschriften (§3). Ein fahrendes oder stillliegendes Ruderboote benötigt **bei Nacht** ein **einfaches,​ weißes, von allen Seiten sichtbares Licht**. Auch für alle anderen Wasserfahrzeuge ist eine genau geregelte Beleuchtung vorgesehen - wer wirklich bei Nacht unterwegs ist, solle dies im Gesetz nachlesen. Im Anhang (den Anlagen) des Gesetzes finden Sie auch Abbildungen der unterschiedlichen Beleuchtungen/​Markierungen von Schiffen; neben optischen Signalen gibt es auch akustische Signale zur Kommunikation zwischen Wasserfahrzeugen 
 +  * **Notzeichen** bei Hilfebedarf - siehe **[[sicherheit:​notzeichen|hier]]** 
 +  * **Schifffahrtszeichen** - siehe **[[sicherheit:​schiffahrtszeichen|hier]]** 
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 +---- 
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 +==== Wasserrechtsgesetz 1959 ==== 
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 +Für Ruderboote relevant ist hier die - eigentlich selbstverständliche - Reinhaltung der Gewässer. 
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 +---- 
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 +**⇐ [[sicherheit:​sicherheit|]] ** 
 + 
 +**⇐ [[:​start|Home]]**
  
-  * gilt für fließende Gewässer 
  
-  * Jedes Boot muss einen Kundigen/​eine Kundige an Bord haben, der/die dem Gewässer sowie dem Fahrzeug oentsprechend nautische Kenntnisse und Kenntnisse der Verkehrsvorschriften besitzen 
sicherheit/gesetzlicheregelungen.1578949312.txt.gz · Zuletzt geändert: 2020/01/13 22:01 von veronikaebert