Bootstechnik

Kaum ein Erwachsener käme auf die Idee, mit einem Kinderfahrrad Rad zu fahren……

..doch beim Rudern nimmt man es oft nicht so genau - Ruderer/innen verschiedener Größe/Proportionen und Gewichts müssen im Verein oft mit ein und dem selben Boot zurecht kommen.

Kann das funktionieren? - Klar, geübte Ruderer/innen finden für suboptimale Verhältnisse oft ganz gute Lösungen.

Aber wie man´s dreht und wendet - gut eingestelltes Material ist die Basis für:


Zur Materialwahl gibt es auch einen Beitrag in Ruderreport 1/2018.


Boot und Ruder sollen, auch wenn sie nicht immer optimal auf die jeweiligen Ruderer/innen eingestellt sind - die Ausübung einer korrekten Technik zumindest nicht verhindern.


Beispiele für die Bedeutung von Bootseinstellungen

z.B. Ist der Auslagewinkel zu klein, weil z.B. die Innenhebel zu lange sind, können die Arme in der Auslageposition nicht/nicht weit genug geöffnet werden. Dies verhindert die Aktivierung der Rückenmuskulatur, das „Abfahren mit dem Sitz“ ist eine logische Folge.

Das Öffnen der Arme ist nötig, um die Rückenmuskulatur gut aktivieren zu können (grün). Ein zu kleiner Öffnungwinkel (rot) verhindert die optimale Aktivierung der Rückenmuskulatur.

z.B. zu tief gesetzte Schuhe - wer die Beine in der Endzugposition nicht locker ausstrecken kann, hat Schwierigkeiten, das Boot zu balancieren.

Es ist nicht nur unangenehm, sondern erschwert eine flüssige Umkehrbewegung im Bug, wenn die Rollschienen in die Waden bohren

z.B. zu niedrig gestellte Dollen - führen zur Ausbildung eines Rundrückens, der die Aktiiverung der Rückenmuskulatur beim Einsatz erschwert.

Ist die Dolle zu tief, sitzen größere Ruderer/Ruderinnen mit zu runder Lendenwirbelsäule im Boot (rot); grün wäre korrekt


Auch wenn es manchmal mühsam erscheint, kleine Korrekturen am Boot am Beginn der Ausfahrt lohnen sich allemal:

z.B. die Stemmbrettposition in Richtung Bug/Heck richtig einzustellen z.B. die Rollschienen so zu verschieben, dass man in der Auslage nicht dagegen donnert, oder sich die Schienen in die Waden bohren


Einfach, und lohnend kann es auch sein, für kleinere Ruderer/innen kürzere Ruder, und für größere Mannschaftsmitglieder längere Ruder aus der Bootshalle zu tragen - da macht die gemeinsame Ausfahrt gleich viel mehr Spaß!


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