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Schwimmwesten

Schwimmwesten, auch Rettungswesten genannt, sind ein wichtiges Acessoire vor allem für Ruderer/innen auf strömenden Gewässern oder bei tiefen Wassertemperaturen.

Auch Kinder sollten - nicht nur aus Sicherheits-, sondern auch aus Haftungsgründen Schwimmwesten tragen.

Moderne Rettungswesten können auch während des Ruderns getragen werden. Im Gefahrenfall werden die integrierten CO2-Patronen geöffnet, und die Schwimmweste bläst sich selbstständig auf.


Folgende Arten von Schwimmwesten sind im Handel:

  • Schwimmwesten mit Auftriebskörpern
  • Schwimmwesten, die mit dem Mund aufgeblasen werden müssen
  • halbautomatische Schwimmwesten, die mittels CO2-Patrone befüllt werden, wobei das Aufblasen händisch ausgelöst wird
  • vollautomatische Schwimmwesten, die mittels CO2-Patrone befüllt werden, wobei das Aufblasen durch Wasserkontakt automatisch ausgelöst wird
  • Personal Flotation Devices (PFD): Dabei handelt es sich z.B. um eine Hüfttasche, die eine Schwimmweste enthält, die ebenfalls mittels CO2-Patrone aufgeblasen und über den Kopf gezogen werden kann.

Auswahl einer geeigneten Schwimmweste:

Die Auswahl einer geeigneten Rettungsweste oder Schwimmhilfe richtet sich nach dem Einsatzbereich - für Arbeiten in der Hochsee gelten andere Sicherheitsanforderungen als für ein unfreiwilliges Bad in einem kleinen, warmen See.

Die Einteilung in Normen für Schwimmwesten ist in der Norm DIN EN ISO 12402 genau geregelt.

Für das Rudern in Binnengewässern und geschützten Revieren ist eine Schwimmhilfe mit 100 N Auftriebskraft gut geeignet.Rettungswesten dieser Klasse sind allerdings nur eingeschränkt ohnmachtssicher.

Am günstigsten für den Ruderbetrieb sind halbautomatische oder automatische Schwimmwesten mit CO2-Patronen. Diese können während des Ruderns permanent getragen werden und sind schnell einsatzbereit.

Bei der Entscheidung zwischen einer halbautomatischen und einer automatischen Westen sind folgende Überlegungen zu berücksichtigen:

  • In Gewässern mit sehr starker Strömung/niedrigen Temperaturen bzw. bei der Verwendung von Booten, die die Fuße nicht stark fixieren (z.B. C-Boote mit Ergometerschuhen) sind vollautomatische Westen perfekt: bei Wasserkontakt blasen sie sich rasch von selbst auf, perfekt z.B. für Kinder in C-Booten.
  • Nachteilig kann eine vollautomatische Weste sein, wenn es nicht gelingt, sich rasch vom Boot zu befreien, z.B, bei Verwendung von fix im Boot montierten Schuhen- bläst sich die Weste hier rasch auf, kann der Ruderer/die Ruderin sich unter Umständen schlechter aus den Schuhen befreien, der Kopf kann unter den Bootsrumpf gelangen etc., für Rennboote sind daher eher halbutomatische Westen ratsam.

Tourenboote sind oft mit Stemmbrettern ausgestattet, die das Tragen eigener Schuhe ermöglichen (links). Bei einer Kenterung können die Füße rasch befreit werden, beide Typen von Schwimmwesten sind gut geeignet. Fix montierte Schuhe (rechts) erfordern etwas mehr Aufwand: die Klettverschlüsse müssen durch ein gemeinsames Band geöffnet werden. Erst dann ermöglicht das Sicherheitsbändchen das Herausziehen der Füße aus den Schuhen. Hier empfehlen sich halbautomatische Rettungswesten


Geeignete Schwimmwesten/Personal Flotation Devices für Ruderer/innen (Auswahl)

  1. Die Weste SECUFIT (Fa Secumar; DIN EN ISO 12402-3) ist selbstauslösend und wurde speziell für Ruderer entwickelt.150 N Leistungsklasse: Rettungswesten für Nutzer in allen Gewässern. Ohnmachtssicher. Eine Automatiksperre (zum Umschalten auf Handauslösung) kann optional erworben werden.
  1. Die Weste VIVO 100 (Fa. Secumar; DIN EN ISO 12402-4) kann nur von Hand ausgelöst werden.
  1. Row Life Vest (New Wave, EN ISO 12402-5). Bei stärkerem Wasserkontakt, wie er nur beim Kentern passieren kann, bläst sich der Auftriebskörper sofort mit Hilfe einer Gaspatrone automatisch auf. Durch die Reißverschlüsse im Innenfutter kann der Auftriebskörper bei Nichtbedarf leicht entfernt werden. Somit kann die Weste auch als normale Weste weiterhin genutzt werden.
  1. - Die FREE 100 gehört zu den Personal Flotation Devices (DIN EN ISO 12402-5) wird wie ein Gürtel um die Hüfte getragen. Im Notfall kann sie einfach über den Kopf gezogen werden und stellt somit ein vollwertiges Rettungsmittel dar. Der Kopf und die Atemwege bleiben nach Auslösung oberhalb der Wasserfläche. PFD gibt es auch von den Firmen Red und Palm.

Sicherheit beim Rudern

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sicherheit/rettungsweste.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/20 13:50 von veronikaebert