Der erste Weltcup der Saison in Bled am Wochenende (9./10. Mai) ist für Österreichs Ruderer die erste Standortbestimmung, ein erstes Messen mit der internationalen Konkurrenz in dieser wichtigen Saison mit der Olympiaqualifikation bei den Weltmeisterschaften in Aiguebelette (FRA) Ende August.

Insgesamt 16 ÖRV-Ruderer werden in acht Bootsklassen bei der ersten Weltcupstation der Saison in Slowenien an den Start gehen. Die perfekte Vorbereitung und die zuletzt erzielten Relationszeiten zur internationalen Spitze lassen gute Ergebnisse erwarten. Wie sich die Zeiten und die internationale Zusammensetzung in den einzelnen Bootsklassen entwickelt hat, wird jedoch erst das erste Aufeinandertreffen zeigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann man nicht viel sagen, wir haben viel trainiert, wir sehen die Zeiten im Training, aber der Wettkampf ist dann doch etwas anderes“, sagt Florian Berg vom Leichtgewichts Vierer ohne.

Auch wenn der Leichtgewichts-Vierer ohne mit leichtem Trainingsrückstand durch eine Erkrankung von Matthias Taborsky zum ersten Weltcup fährt, sind Joschka Hellmeier, Alexander Chernikov, Florian Berg und Matthias Taborsky eingespielter denn je. „Wir haben im Winter gut trainiert, und wir haben vor allem mehr gemeinsame Kilometer am Wasser, jetzt schauen wir wo wir stehen. Der erste Weltcup ist jedoch nicht so wichtig, wichtig ist die WM, wo die Quotenplätze vergeben werden, und darauf ist alles ausgerichtet“, sagt Florian Berg.

Lobnig: „Oberstes Ziel ist die Olympia-Qualifikation“
Bereit für den ersten Einsatz mit internationaler Konkurrenz ist auch Magdalena Lobnig, die im Damen Einer zu Österreichs größten Hoffnungen auf einen Olympia-Quotenplatz zählt. „Von mir aus kann es losgehen. Ich freue mich schon auf das erste Rennen, auf das erste Kräftemessen“, erzählt die 24-Jährige. „Ich kenne die Strecke in Bled ganz gut und ich bin bisher immer gut damit zurecht gekommen.“ Auf das Ergebnis kommt es jedoch auch der Ruderin des VST Völkermarkt nicht an. „Oberstes Ziel ist heuer die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. Der Weltcup ist gut, um zu sehen, wo man steht, und danach würde auch noch genug Zeit bleiben, um etwas umzustellen“, erklärt Lobnig.

Straffer Modus beim Weltcup in Bled
Vor dem Weltcupbewerb wird in Bled am Freitag eine internationale Regatta durchgeführt. Die ÖRV-Athleten haben für diesen Bewerb nicht gemeldet, die Auswirkungen treffen jedoch auch die ÖRV-Athleten: Bedingt durch das Zwei-Tages-Programm wurde er Modus beim Weltcup-Bewerb verschärft, sodass keine Hoffnungsläufe durchgeführt werden. Ein Vorlauf kann so schon zum vorgezogenen Finale werden.

ÖRV-Mannschaft Weltcup Bled (9./10. Mai): Damen, Einer: Magdalena Lobnig (VST Völkermarkt), Lisa Farthofer (WSV Ottensheim); LG-Einer: Stefanie Borzacchini (LIA Wien); LG-Doppelzweier: Sara Lambing (WRK Donau) / Leonie Pless – Herren: Doppelzweier: Julius Hirtzberger (WSV Wachau)/ Clemens Obrecht (WSV Ottensheim); LG-Einer: Michael Saller (Möve Salzburg); LG-Doppelzweier: Paul Sieber (STAW Wien) / Bernhard Sieber (STAW Wien). LG-Vierer ohne: Joschka Hellmeier (Pirat Wien) / Alexander Chernikov (LIA Wien) / Florian Berg (Nautilus Klagenfurt) / Matthias Taborsky (WRC Pirat); LG-Zweier ohne: Dominik Sigl (WSV Ottensheim) / Markus Lemp (RV Seewalchen).