Hochschulrudern

Universitäts-/ Hochschulrudern in Österreich

Rudern ist international stark an Universitäten verankert. Weltweit bekannt sind der Boatrace zwischen Oxford und Cambrigde oder auch die Royal Henley Regatta. Wettkämpfe zwischen Universitäten haben auch ausserhalb Englands ihre Tradition. Seit 1984 richtet die FISU (Fédération internationale du sport universitaire, http://www.fisu.net) in zwei jährigen Abständen Universitäts Weltmeisterschaften aus. Bei dieser Regatta ist zwischen aktuellen Olympiateilnehmern, U23WM Medaillengewinnern und WM-Teilnehmern, die in „Bildungskarenz vom Leistungssport“ in Uni-Crews ihrem Sport nachgehen, alles zu finden.

So mancher Olympia Medaillengewinner aus London zeigte sein Talent erstmals bei einer UNI-WM. Zwei aktuelle Beispiele dazu sind Julia Michalska (Bronze in London im W2x) und Nathan Cohen (Gold in London im M2x) beide holten Gold im 1x bei der UNI-WM 2006 in Trakai.

Die FISU bietet weiters bei Ihren Universiaden (Sommerspiele der Studenten; http://en.wikipedia.org/wiki/Universiade) Rudern als optionale Sportart an. In den Jahren 1987, 1989 und 1993 (Zagreb, Duisburg und Buffalo) wurden bei den Universiaden Ruder Rennen ausgetragen. Auch 2013 bei der 27ten Sommer Universiade in Kazan, RUSSLAND war Rudern im Programm (http://kazan2013.ru/en).

Für jüngere Crews ist es eine Chance erste Erfahrungen bei einem Event jenseits der 13.000 Teilnehmer zu sammeln, sich in die bisher kurze Liste der Medaillen Gewinner bei Universiaden einzutragen als auch seinem Verband, Land und dem Universitätssport mit Medaillen zu sportlichem Erfolg und positiver Medienpräsenz (Eurosport überträgt Live mehr als 60h) zu verhelfen.

Bei der Studenten Weltmeisterschaften und der Universiade dürfen Athleten/Innen bis zum 27ten Lebensjahr teilnehmen. Gestartet wird als Nation, was so viel heisst das die Teilnehmer nicht in ihrem Heimatland Studieren müssen jedoch die Staatsbürgerschaft des für Landes für das sie starten haben müssen. Aus Logistischen- und Kostengründen werden diese Titlkämpfe in folgenden Bootsklassen ausgetragen.

Bootsklassen:

Männer: M1x, M2-, M2x, M4-, M8+, LM1x, LM2x, LM4-

Frauen: W1x, W2x, W4-, LW1x, LW2x

Abseits der von der FISU ausgerichteten Regatten werden seit 7Jahren von der EUSA (European University Sports Association /http://www.eusa.eu/) Universitäts Europameisterschaft ausgetragen. Bis auf das Jahr 2012 wurde diese Meisterschaft jährlich ausgetragen. 2013 fand die UNI-EM vom 5.-8.September in Posen (POLEN) statt. Bei dieser Europameisterschaft starten die Crews unabhängig von ihrer Nationalität. Es zählt der Standort der Universität sprich alle Crewmitglieder müssen in derselben Stadt studieren. Auch das Alter der Athleten/Innen ist nicht reguliert was zu interessanten Crew Konstellationen führt (z.B.: Studienanfänger sitzen mit PhD Studenten im Boot). Trotz des stärkeren Universitären Charakters dieses Events sind die erbrachten Leistungen, je nach Bootsklasse, im Vergleich mit der Junioren WM und U23WM und Nationalen Meisterschaft stark. Diese Europameisterschaft eignet sich hervorragend für erste Internationale Starts junger Crews als auch als Test neuer Mannschaftskonstellation wie auch für Vorbereitungsrennen von bereits für WM/U23WM qualifizierte Teams oder einen letzten internationalen Start vor der Herbstrennserie in den Vereinen.

Weiters finden seit 2012, als europäisches Pendant zur Universiade, „European Universities Games“ statt. Auch diese Games werden von der EUSA veranstaltet. 2014 wurden diese europäischen Spiele der Studenten in Rotterdam, NIEDERLANDE (http://www.eugames2014.eu/) ausgetragen. Rudern ist im Programm dabei.

Leider gibt es zu diesem Event noch keine Erfahrungsberichte zur Leistungsdichte, die Bestzeiten bei UNI-Europameisterschaften sind jedoch eine gute Orientierung für eine zukünftige Teambildung.