Florian Walk, Maximilian Kohlmayr, Gabriel Hohensasser und Rudolph Querfeld machten im Vierer ohne die Sensation perfekt: die jungen ÖRV-Athleten schafften bei ihrer Weltcup-Premiere auf Anhieb den Einzug ins Finale der Top-6. Im Leichtgewichts-Doppelzweier fixierten Julian Schöberl und Bernhard Sieber mit einem Sieg im Semifinale den Finaleinzug. Im Finale steht auch Magdalena Lobnig, die ihre Serie an Finalteilnahmen fortsetzt. Für fünf weitere ÖRV-Boote standen heute beim Weltcup in Belgrad (1.-3. Juni) bereits die Finalläufe auf dem Programm.

Erstes schwere Herren-ÖRV-Teamboot im Weltcupfinale seit 2003

Florian Walk, Maximilian Kohlmayr, Gabriel Hohensasser und Rudolph Querfeld zeigen beim Weltcup in Belgrad sensationelle Rennen. Die junge ÖRV-Crew konnte im Semifinale die starke Leistung des Vorlaufs bestätigen und musste sich nur dem Boot aus Deutschland geschlagen geben. „Es ist schon sehr toll, wie sie das Rennen gefahren sind, denn es ist nicht so, dass uns jemand die Tür aufgemacht hätte. Aber wir haben nichts Neues probiert und uns an dem gestrigen Rennen orientiert. Beeindruckend ist, wie sie auf den zweiten Tausender den Sack zugemacht haben“, sagt Trainer Wolfgang Sigl. Gabriel Hohensasser: „Es war sehr nah an einem perfekten Rennen. Wir sind es gleich angegangen wie gestern und als wir gesehen haben, dass wir dabei sind, haben wir noch einmal alles gegeben. Es ist unglaublich, weil wir eines der jüngsten und sicher körperlich schwächsten Boote sind. Morgen, im Finale, werden wir noch einmal alles geben und wenn wir noch einmal ein gutes Rennen abliefern, ist alles drin. Aber es ist jetzt schon ein toller Erfolg für uns, einfach unglaublich.“ Seit 15 Jahren schaffte somit wieder ein schweres ÖRV-Teamboot (männlich und olympische Bootsklasse) beim Weltcup den Einzug ins Finale, damals belegten Bernhard Pfaller, Michael Hinterleitner, Norbert Lambing und der jetzige Trainer Wolfgang Sigl im Doppelvierer Rang fünf.

Mit einem tollen Sieg im Semifinale fixierten Julian Schöberl und Bernhard Sieber im Leichtgewichts-Doppelzweier den Einzug ins A-Finale. „Es ist echt cool. Wir sind einfach wieder konsequent und konzentriert unser Rennen gefahren und es ist einfach schön zu sehen, was es wert ist, auch im internationalen Vergleich. Für morgen gibt es nicht viel zu überlegen, wir werden versuchen wieder technisch sauber und strukturiert unser Rennen zu fahren und, dass wir dann schnell sein können, haben wir gesehen“, sagt Bernhard Sieber.

Beständig souveräne Leistungen zeigt Magdalena Lobnig im Damen Einer: Seit der Europameisterschaft 2016 klassiert sich die 27-Jährige stets in den Top 6. Mit Rang drei im Semifinale machte sie auch in Belgrad ihre Finalteilnahme perfekt. „Es war ein ganz gutes Rennen. Ich konnte den Abstand zu Jeannine (Anm. Gmelin) unter drei Sekunden halten, damit kann ich zufrieden sein. Auf den dritten 500er muss ich konstanter drauf bleiben, dann bin ich hinten raus auch besser dabei. Semifinalläufe sind immer harte Rennen, aber die Zeit ist gut, der Abstand ist in Ordnung, damit kann ich schon zufrieden sein“, sagt die 27-Jährige.

Paul Sieber beendet den Weltcup in Belgrad auf dem zwölften Platz. Im B-Finale belegte der ÖRV-Athlet in einer Zeit von 7:15,01 den sechsten Platz, den Sieg holte sich der Chinese Fan.

 

ERGEBNISSE:

Damen

W1x (Einer)

Semifinale A/B

1. Jeannine Gmelin (SUI) 7:18,67 Min.; 3. Magdalena Lobnig (AUT) 7:21,34 Min.; weiter im A-Finale

Herren

M4- (Vierer ohne)

Semifinale

1. Deutschland (Felix Brummel/ Nico Merget/ Peter Kluge/ Rene Schmela) 5:54,80 Min. 2. Österreich (Florian Walk/Maximilian Kohlmayr/Gabriel Hohensasser/Rudolph Querfeld) 5:55:82 Min. – weiter im Finale A

LM2x (LG-Doppelzweier)

Semifinale

1. Julian Schöberl/ Bernhard Sieber (AUT) 6:22,65 Min.; 2. Patrick Keane/Maxwell Lattimer (CAN2) 6:23.02 Min. – weiter im Finale A

LM1x (LG-Einer)

Finale B

1. Junjie Fan (CHN) 7:03,59 Min.; 6. Paul Sieber (AUT1) 7:15,01 Min. – Endrang 12

Offizielle Website: www.belgraderowing.org

Website FISA: www.worldrowing.com