Österreichs Top-Ruderer befinden sich mitten in der Vorbereitung auf eine ganz besondere Saison. Denn vom 25. August bis 1. September findet in Ottensheim die Heim-Weltmeisterschaft statt, bei der nicht nur um Edelmetall, sondern bereits um Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gerudert wird. In diesem WM-Gewässer fahren seit Freitag und bis Sonntag Damen wie Herren in allen Bootsklassen Sichtungs-Wettfahrten.

 
Im Leichtgewichts-Doppelzweier werden drei Ausscheidungsrennen gefahren. Aus dem Quartett Paul Sieber, Bernhard Sieber, Julian Schöberl und Matthias Taborsky gilt es, die optimalen zwei Besatzungen herauszufiltern. „Wir mischen durch, probieren alle Varianten aus“, erläutert ÖRV-Coach Fabio Becker. Bei den „schweren Männern“ stören derzeit kleine Verletzungen die Saisonvorbereitung. „Daher können wir mit der Riemen-Gruppe hier nicht das volle Programm absolvieren“, berichtet Nationaltrainer Carsten Hassing vom Sichtungswochenende.

 

Auch der schnellste Damen-Doppelzweier wird in Ottensheim gesucht. „Wir testen die beste Variante für den A- und U23-Bereich heraus“, sagt ÖRV-Stützpunkttrainer Kurt Traer. Ebenfalls in Ottensheim dabei ist mit Magdalena Lobnig. Die WM-Dritte und EM-Zweite 2018 hat verletzungsbedingt einen harten Winter hinter sich. „Sie absolviert die ersten Leistungstests. Am Wasser geht es schon ganz gut, das Krafttraining ist noch ein Problem“, führt Traer aus.
Der erste Weltcup steigt in sieben Wochen von 10. bis 12. Mai in Plovdiv/Bulgarien, die weiteren Stationen sind Poznan/Polen (21. bis 23. Juni) und Rotterdam/Niederlande (12. bis 14. Juli). Um EM-Medaillen wird von 31. Mai bis 2. Juni in Luzern/Schweiz gerudert.