Die Ruder-Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim geht in die spannende Phase: Souverän ruderte Magdalena Lobnig im Damen Einer ins Semifinale. Auch Rainer Kepplinger zeigte eine starke Leistung und steht im Semifinale der Top-12. Die Leichtgewichts-Doppelzweier verpassten die Top-12. Die Para-Ruderer wahren ihre Medaillenchance. Drei weitere Rennen mit österreichischer Beteiligung stehen heute noch am Programm. 

Platz zwei im Viertelfinale des Damen Einers. Magdalena Lobnig kommt bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Fahrt. „Das war eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorlauf. Save Weiterkommen, das war das Ziel für heute “, zeigt sich Lobnig erfreut nach diesem wichtigen Rennen nach der Vorerkrankung vor den Weltmeisterschaften. „Dieses Rennen hat mir extrem viel Sicherheit gegeben. Ich bin gut in den Streckenschlag gekommen und über die Strecke habe ich auch noch Reserven“. Den Sieg im Lauf holte sich Kara Kohler aus den USA, eine Tatsache, die Lobnig nicht nervös macht: „Ich habe sie heuer schon geschlagen, heute war es egal, ob ich Erste oder Zweite werde.“ Im Semifinale erwartet die 29-Jährige allerdings einen harten Kampf: „Im Semifinale wird es hart und es wird noch eine Steigerung brauchen.“ Lobnig bleibt auch Weiterhin im Rennen um die Olympia-Tickets, die in ihrer Bootsklasse bis zu Rang neun vergeben werden. Am Freitag könnte Lobnig dieses mit dem Einzug ins Finale der Top-6 bereits lösen. 

Ein starkes Rennen zeigte Rainer Kepplinger, der U23-Bronzemedaillengewinner blieb nach einem schnellen Start immer auf Schlagdistanz zu den Top-3, mit einem starken Finish und der schnellsten Zeit auf den letzten 500 Metern sicherte sich Kepplinger den dritten Rang und fixierte so den Aufstieg ins Semifinale der Top-12. „Ich habe versucht, dass ich nach dem schnellen Start in einen ökonomischen Schlag reinkomme, ich habe gewusst, dass die anderen auf der Strecke einen schnelleren Schlag haben, auf den letzten 500er habe ich dann nochmal alles gegeben. Es freut mich wirklich, dass ich das erste Mal in der Allgemeinen Klasse ins Semifinale einziehen konnte. Von der Zeit bin ich richtig gut dabei und jetzt freue ich mich auf die nächsten Rennen.“ Viel Zeit für Regeneration und Vorfreude bleibt nicht, denn das Semifinale A/B steht bereits morgen, Donnerstag, am Programm. 

In einem stark besetzten Viertelfinale des Leichtgewichts-Doppelzweiers mussten Matthias Taborsky und Julian Schöberl ums Weiterkommen kämpfen. Mit Rang fünf scheiterten die ÖRV-Athleten am Einzug ins Semifinale der Top-12 und damit verpassen damit auch den Olympia-Quotenplatz. ÖRV-Coach Fabio Becker: „Wir wollten, dass was wir können auf das nächste Level bringen und mit den anderen mitfahren, haben jedoch dann früh den Kontakt verloren. Leider hat es nicht gereicht.“

Louisa Altenhuber und Laura Arndorfer verpassten den Einzug ins Semifinale der Top-12 nur um einen Rang. Die ÖRV-Athletinnen schoben in ihrem Viertelfinale hinter Neuseeland, Südafrika und Kanada ins Ziel. Für die jungen ÖRV-Athletinnen liegt der Fokus sich nun im Semifinale C/D dem heimischen Publikum noch einmal gut zu präsentieren. 

Johanna Beyer und David Erkinger zeigten bei ihrem ersten Einsatz im Para-Mixed Doppelzweier ein starkes Rennen und mussten sich nur der Crew aus Russland geschlagen geben. Die ÖRV-Athleten haben im A-Finale am Freitag die Chance auf eine WM-Medaille. „Wir hatten einen sehr guten Start, haben gut zusammengefunden und haben uns auf den mittleren 1.000er auch noch Reserven gelassen. Am Freitag gibt es dann mit den Russen einen Kampf um die Medaillen“, sagt Johanna Beyer. Der Para-Zweier ohne mit Benjamin Strasser und Thomas Ebner landete in seinem Lauf auf Rang drei und kämpft am Freitag im A-Finale um die Medaille. „Wir hatten ein gutes Rennen und einen guten Druck am Blatt“, zeigt sich Thomas Ebner zufrieden.

Drei weitere Entscheidungen mit österreichischer Beteiligung stehen heute Nachmittag noch am Programm der Ruder-Weltmeisterschaften. Anton Sigl und Markus Lemp kämpfen im Zwischenlauf des Leichtgewichts-Zweier ohne um den Einzug ins A-Finale, Lukas Reim steht im Viertelfinale E-H am Start und der Vierer ohne mit Gabriel Hohensasser, Rudolph Querfeld, Maximilian Kohlmayr, und Ferdinand Querfeld kämpft um den Einzug ins C-Finale.

ÖRV-Crews bei der Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim

Ergebnisse

W1x (Einer): 1. Kara Kohler (USA ) 7:29,00 Min.; 2. Magdalena Lobnig (AUT) 7:34,57 Min.; 3. Fie Udby Erichsen (DEN) 7:35,61 Min.; – weiter im Semifinale A/B

LW2x (LG-Doppelzweier): 1. Zoe McBride/Jackie Kiddle (NZL) 6:52,48 Min.; 4. Louisa Altenhuber/Laura Arndorfer (AUT) 7:13,41 Min. – weiter im Semifinale C/D

LM2x (LG-Doppelzweier): 1. Stefano Oppo/Pietro Ruta (ITA) 6:19,35 Min.; 5. Matthias Taborsky/Julian Schöberl (AUT) 6:33,69 Min. – weiter im Semifinale C/D

LM1x (LG-Einer): 1. Alexis Lopez Garcia (MEX) 6:54,59 Min.; 3. Rainer Kepplinger (AUT) 6:55,96 Min. – weiter im Semifinale A/B

PR3 M2-: 1. Jerome Hamelin/Laurent Viala (FRA) 7:19,36 Min.; 3. Thomas Ebner/Benjamin Strasser (AUT) 7:47,93 Min. – weiter im A-Finale

PR3 Mix2x: 1. Valentina Zhagot/Evgenii (RUS) 7:50,54 Min.; 2. Johanna Beyer/David Erkinger (AUT) 8:00,46 Min. – weiter im A-Finale

Links:

Offizielle Website der Weltmeisterschaften www.wrch2019.com 

Offizielle Website der FISA www.worldrowing.com