Österreichische Siege bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Linz-Ottensheim. Der Vierer ohne konnte genauso wie der Leichtgewichts-Doppelzweier sein C-Finale um Platz 13 gewinnen. Der Doppelvierer landet im C-Finale auf Rang zwei, der Para Mixed Vierer mit Steuerfrau auf Rang fünf. Lukas Reim (Einer) belegt im E-Finale Rang vier. Morgen, Sonntag, kämpft Magdalena Lobnig im Einer um einen Olympia-Quotenplatz. 

Gabriel Hohensasser, Rudolph Querfeld, Maximilian Kohlmayr und Ferdinand Querfeld feierten zum Abschluss der Weltmeisterschaften einen Start-Ziel-Sieg. Die ÖRV-Athleten setzten sich auf den ersten 500 Metern vor die Crew aus Neuseeland und brachten den Sieg im Lauf um Platz 13 ungefährdet ins Ziel. „Wir haben heute noch ein ganz gutes Rennen gezeigt. Schade ist, dass wir im C-Finale gelandet sind, aber der Sieg war noch ein schöner Abschluss der WM“, sagt Rudolph Querfeld. 

Nach dem verpassten Semifinale der Top-12 und damit auch der verpassten Chance sich für Tokio 2020 zu qualifizieren hat die Crew rasch wieder den Fokus gefunden: „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, dass wir die Enttäuschung so gut weggesteckt haben und mit dem Sieg im C-Finale noch Platz 13 fixieren konnten“, so Ferdinand Querfeld. Das Ziel, sich für die Olympischen Spielen zu qualifizieren, besteht nach wie vor. Bei der Restquoten-Regatta in Luzern (17.-19. Mai) wollen die ÖRV-Athleten das Ticket lösen. „Wir haben gewusst, dass wir nur zwei Chancen auf das Ticket haben, jetzt haben wir nur noch eine Chance, das ist ok. Wir haben das Selbstbewusstsein es zu schaffen“, sagt Ferdinand Querfeld. 

Einen Sieg konnten zum Abschluss der WM auch Matthias Taborsky und Julian Schöberl im C-Finale des Leichtgewichts-Doppelzweiers feiern. Bei der 1.000 Meter Marke noch auf Rang zwei gelegen, konnte sich die ÖRV-Crew den Sieg sichern. „Es war zum Abschluss noch einmal ein richtig cooles Rennen. Wir haben gesagt, dass wir bei 1.000 Meter noch einmal draufgehen und den Sack zumachen und das ist uns super gelungen“, sagt Julian Schöberl. „Das war sehr zufriedenstellend. Wir haben uns nach dem Viertelfinale zusammengesetzt und unser Rennen analysiert, im Semifinale haben wir bereits wieder Selbstvertrauen getankt und mit dem Sieg haben wir uns vernünftig verabschiedet und jetzt gehen wir voller Motivation in die Winterpause“, sagt Matthias Taborksy. 

Mit einem guten Rennen konnte sich auch der Doppelvierer mit Thomas Lehner, Armin Auerbach, Julian Brabec und Jörg Auerbach von der WM verabschieden. Sie mussten sich in ihrem C-Finale nur der Crew aus den USA geschlagen geben. „Wir sind mit dem Rennen sehr zufrieden, wir sind gut über die Strecke gekommen. Die USA war einfach besser“, sagt Thomas Lehner. 

Lukas Reim hat im Herren Einer sein E-Finale um Platz 24 (ein Konkurrent aus dem D-Finale hat abgemeldet) absolviert. Der 21-Jährige zeigte zum Abschluss der Weltmeisterschaften noch einmal ein gutes Rennen. Im Kampf um Platz drei musste er sich im Fotofinish dem Spanier Jordi Jofre Senciales geschlagen geben, dies war für den Ruderer von Möve Salzburg aber nebensächlich: „Es war mir wichtig, ein gutes Rennen in diesem starken Feld zu zeigen und das ist mir gelungen. Die Platzierung ist dabei nicht so wichtig“, sagt Reim. Nach einer kurzen Pause wird er wie seine Ruderkollegen mit dem Formaufbau für die Restquotenregatten (im Einer finden diese in Varese und Luzern statt) beginnen. 

Maria Dorn, David Erkinger, Tobias Höller, Johanna Beyer und Steuerfrau: Sabine Farkas beenden die Weltmeisterschaften auf dem 17. Platz. Im C-Finale des Para-Mixed Vierer mit Steuerfrau landete die ÖRV-Crew auf dem fünften Platz. Den Sieg holte sich die Crew aus Polen. 

Morgen, Sonntag, wird es für alle österreichischen Fans noch einmal spannend. Um 12:18 Uhr greift Magdalena Lobnig im B-Finale des Einers an, für den Olympia-Quotenplatz benötigt die 29-Jährige Rang drei.

ÖRV-Crews bei der Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim

Ergebnisse

E-Finale:

M1x (Einer): 1. Khalek Abdel Elbana (EGY) 7:01,79 Min.; 4. Lukas Reim (AUT) 7:04,23 Min.; – Endrang 27

C-Finali:

M4- (Vierer ohne): 1. Österreich (Gabriel Hohensasser/Rudolph Querfeld/Maximilian Kohlmayr/Ferdinand Querfeld) 5:57,73 Min.; 2. Neuseeland (Benjamin Taylor/Ian Seymour/Thomas Mackintosh/Thomas Russel) 5:59,94 Min.; – Endrang 13

LM2x (LG-Doppelzweier): 1. Matthias Taborsky/Julian Schöberl (AUT) 6:21,13 Min.; 2. Pedro Fraga/Afonso Costa (POR) 6:22,43 Min.; – Endrang 13

M4x (Doppelvierer): 1. USA (John Creves/Gregory Ansolabehere/ Tristan Amberger/ Michael Knippen) 5:48,61 Min.; 2. Österreich (Thomas Lehner/ Armin Auerbach/Julian Brabec/Jörg Auerbach) 5:52,95 Min. – Endrang 14

PR3 Mix4+: 1. Polen (Magdalena Maxelon/Daniel Bojarek/Robert Niesyczynski/Patrycja Kaplon/Arkadiusz Skrzypinski) 7:46,30 Min.; 5. Österreich (Maria Dorn/David Erkinger/Tobias Höller/Johanna Beyer, Steuerfrau: Sabine Farkas) 7:55,73 Min. – Endrang 17

Links:

Offizielle Website der Weltmeisterschaften www.wrch2019.com 

Offizielle Website der FISA www.worldrowing.com