Der Weltruderverband FISA hat sich aufgrund der aktuellen Situation entschlossen die Weltcupregatten abzusagen. Auch die olympische Qualifikationsregatta wurde ersatzlos vom Rennkalender genommen. 

Der Weltruderverband FISA teilte Samstagabend mit, dass auch der dritte Weltcup und die Final Olympic Qualification Regatta in Luzern (Schweiz, 17.-24. Mai) abgesagt werden. Die ersten beiden Weltcups in Sabaudia (Italien, 10.-12. April) und Varese (Italien, 01.-03. Mai) wurden bereits vor einigen Tagen aufgrund COVID-19 abgesagt. Die Rennen werden nicht verschoben oder nachgeholt.

„Wir befinden uns in einer äußerst schwierigen Situation, in der der Sport nicht oberste Priorität hat. Dennoch steht es im Verantwortungsbereich des Verbandes für seine Athleten die bestmögliche Situation und Trainingsmöglichkeiten zu schaffen“, sagt ÖRV-Sportdirektor Norbert Lambing.

ÖRV-Präsident Horst Nussbaumer: „Wir haben in diesen schweren Stunden sehr viel Verantwortung. Gesundheit hat höchste Priorität und ich bin sehr froh, dass wir unsere Mannschaften und Trainer wieder zurück nach Österreich holen konnten. Wir werden stündlich mit neuen Informationen konfrontiert und ich appelliere an alle, sich an die Gesetze, Verordnungen und Erlässe der Regierungen zu halten und diese umzusetzen. Der Vorstand des Österreichischen Ruderverbandes nimmt seine Verantwortung für die österreichischen Ruderinnen und Ruderer ernst und unterstützt alle dabei, sämtliche Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit umzusetzen.

Sieber/Sieber gehen als Sieger der internen Ausscheidung hervor.

Planmäßig ging die interne Ausscheidung des Leichtgewichts-Doppelzweiers der Männer über die Bühne. Das Trainingslager wurde aufgrund der aktuellen Lage von Sabaudia (ITA) nach Portugal verlegt. Die Trainings konnten dort bis zur planmäßigen Abreise der Athleten am Samstag stattfinden. Auch die interne Ausscheidung, welche der beiden Leichtgewichts-Boote die Chance auf die Olympiaqualifikation erhalten sollte, konnte nach klar festgelegten Kriterien durchgeführt werden. Bernhard und Paul Sieber konnten sich in der internen Qualifikation gegen die WM-Teilnehmer Matthias Taborsky und Julian Schöberl durchsetzen. „Die interne Qualifikation konnte am 12. März durchgeführt werden, zu einem Zeitpunkt, wo die Absage der Qualifikationsregatta noch nicht bekannt war“, sagt Walter Kabas, ÖRV-Vize-Präsident. „Sieber/Sieber ist dabei als schnelleres Boot hervorgegangen. Wir erwarten am 17. März von unserem Weltverband FISA die nächsten Informationen, die einen Richtungshinweis geben sollen, wie der Prozess der Olympiaqualifikation fortgeführt wird. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die Olympischen Spiele stattfinden und, dass die einzelnen Länder Informationen erhalten werden, wie der Prozess weitergehen wird.“

 

Termine 2020 (Stand: 15. Mär. 2020)

10.04. – 12.04.: FISA World Rowing Cup I in Sabaudia/ITA

27.04. – 29.04.: European Olympic Qualification in Varese/ITA

01.05. – 03.05.: FISA World Rowing Cup II in Varese/ITA

17.05. – 19.05.: Final Olympic Qualification in Luzern/SUI

22.05. – 24.05.: FISA World Rowing Cup III Luzern/SUI

05.06. – 07.06.: European Rowing Championships in Posen/POL

24.07. – 01.08.: Olympic Games Regatta in Tokio/JPN

16.08. – 23.08.: World Rowing Championships in Bled/SLO: nicht-olympische Bootsklassen, U23 und Junioren

28.08. – 31.08.: Paralympic Games Regatta in Tokio/JPN

 

Website FISA: http://www.worldrowing.com