Es tut uns sehr leid, euch mitteilen zu müssen, dass wir die Teilnahme an der JEM absagen müssen. In den vergangenen Tagen und Wochen haben wir uns intensiv darum bemüht, trotz der bekannten Umstände die Teilnahme möglich zu machen.

Wir waren im intensiven Kontakt mit dem Europäischen Ruderverband, dem Veranstalter in Belgrad sowie natürlich mit den österreichischen Behörden (Sport-, Gesundheits- und Außenministerium). Vor allem die bestehende Reisewarnung mit all ihren Konsequenzen steht einer Teilnahme an der JEM entgegen. Eine Reisewarnung der Stufe 6 bedeutet, dass die österreichischen Behörden verhindern wollen, dass Österreicher in ein derartig eingestuftes Land reisen – dies wurde uns klar zu verstehen gegeben. Die Rechtslage ist eindeutig, wird aber von Gesundheitsbehörden und vor allem von Arbeitgebern und Schulen unterschiedlich restriktiv ausgelegt. Eine problemlose Rückreise und ein nahtloser Übergang in den Arbeits- und Schulalltag wird unmöglich sein.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil wir genau wissen, dass dies den Saisonhöhepunkt für die Junioren darstellen würde und wir genau verstehen, was dies bedeutet. Trotzdem liegt die Verantwortung für die Entsendung beim Vorstand des ÖRV. Im besonderen Fall der JEM handelt es sich zum größten Teil um minderjährige Athletinnen und Athleten und daher gilt eine besondere Vorsichtspflicht für den Vorstand des ÖRV. Zu gesundheitlichen Risiken der Teilnehmerinnen kommen auch nicht abschätzbare finanzielle Risiken, die der Veranstalter im Falle eines positiven Tests auf den ÖRV abwälzen würde.

Wir möchten noch einmal betonen, wie leid es uns tut, dass wir niemanden entsenden können. Wir gratulieren allen, die sich für die JEM qualifiziert haben zu ihren Leistungen. In dieser herausfordernden Zeit müssen wir mit vielen Unannehmlichkeiten und Einschränkungen leben.

Wir danken allen Athletinnen und Athleten, allen Trainerinnen und Trainern und Vereinen, die in dieser Ausnahmesaison eine professionelle Vorbereitung auf die Europameisterschaften möglich gemacht haben. Alle haben sich wunderbar vorbereitet und in den letzten Wochen ihre persönlichen Fähigkeiten weiter entwickelt.

Die Karriere der Junioren geht weiter und wird sich in den nächsten Jahren großartig entwickeln, wenn weiterhin so gut gearbeitet wird.

 

 

Der Vorstand des Österreichischen Ruderverbandes