Magdalena Lobnig rudert bei den Weltmeisterschaften in Sarasota-Bradenton am Sonntag um eine Medaille für den Österreichischen Ruderverband. Die Olympiasechste zog am Freitag in Florida als Drittschnellste ins A-Finale ein. Der LG-Doppelvierer der Herren schaffte es in die Top 10.

In einem wahren Herzschlagfinish schaffte es Magdalena Lobnig in 7:27,79 Minuten als Dritte ihres Semifinallaufes in das A-Finale im Damen-Einer. Die Bestzeit markierte die Schweizerin Jeannine Gmelin (7:26,90 Min) vor der Irin Sanita Puspure. Nur eine weitere Zehntelsekunde hinter Lobnig, die auch die drittschnellste Zeit beider Läufe erreichte, kam die US-Amerikanerin Felice Mueller ins Ziel, die lange an der zweiten Stelle gelegen war. Am Sonntag um 16.57 Uhr (MEZ) geht es für die 27-Jährige um eine WM-Medaille. Trainer Kurt Traer war nach dem geschafften Finaleinzug zufrieden: „Wir wussten vorher, dass es ein schweres Rennen wird. Sie musste ab 250 Meter etwas hinterherfahren, das ist eigentlich untypisch für sie. Vier Boote waren am Ende innerhalb von einer Sekunde“, so Traer, der auch für das Finale zuversichtlich ist: „Wichtig ist, noch ein gutes Rennen zu fahren, das wird wahrscheinlich wieder eine enge Kiste werden.“

Der Leichtgewichts-Doppelvierer des Österreichischen Ruderverbandes schaffte bei der WM auf Anhieb den Sprung in die Top 10. Paul und Bernhard Sieber, Julian Schöberl und Rainer Kepplinger belegten im B-Finale in 6:07,95 Minuten den vierten Rang. Das Rennen um die Plätze sieben bis zwölf gewann das Boot aus Deutschland. „Es war besser als gestern, aber immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Wir finden es alle ziemlich schade, dass es nicht besser gelaufen ist“, betonte Julian Schöberl stellvertretend. Der Vierer ohne der Männer rudert am Samstag im B-Finale um eine Top-10-Platzierung (15.20 Uhr MEZ).

Bei den Pararuderern müssen Johanna Beyer und Rainer Putz im Mixed-Doppelzweier (PR3 Mix2x) mit dem Platz neben dem Podest vorliebnehmen. Das Duo wurde am Freitag beim Sieg des brasilianischen Bootes Vierter. Edelmetall verfehlten die ÖRV-Athleten um 23 Sekunden. Klaus Dolleschal verpasste im Einer das Finale (PR1 M1x). Der ÖRV-Athlet wurde in seinem Semifinallauf Sechster. Im B-Finale greift der Österreicher am Sonntag (14.50 Uhr MEZ) letztmals ins WM-Geschehen ein.

 

 

Ergebnisse

ÖRV-Mannschaft WM Sarasota-Bradenton/USA (24. September -1. Oktober 2017):

Männer

Finale B

LM4x (LG-Doppelvierer): 1. Deutschland (Edvin Novak, Jonas Ningelgen, Joachim Agne, Johannes Ursprung) 6:06.39 Min.; 4. Österreich (Paul Sieber, Julian Schöberl, Bernhard Sieber, Rainer Kepplinger) 6:07.95 Min. – Endrang 10

 

Damen

Semifinale

W1x (Einer): 1. Jeannine Gmelin (Schweiz) 7:26.90 Min.; 3. Magdalena Lobnig (Österreich) 7:27.79 Min. – weiter im Finale A

 

Pararudern

Finale A

PR3 Mix2x- (Mixed-Doppelzweier): 1. Brasilien (Diana Barcelos de Oliveira, Jairo Klug) 7:28.95 Min.; 4. Österreich (Johanna Beyer, Rainer Putz) 8:03.95 Min. – Endrang 4

Semifinale

PR1 M1x- (Einer): 1. Roman Polianskyi (Ukraine) 9:59.54 Min.; 6. Klaus Dolleschal (Österreich) 11:08.49 Min. – weiter im Finale B

  

Offizielle Website: http://wrch2017.com/

Website FISA: www.worldrowing.com