Fünf Medaillen für Österreichische Universitäten bei den Hochschul-Europameisterschaften in Jönköping/SWE

Die von den Universitäten Linz, Salzburg und Wien mit Unterstützung von UniSport Austria entsandten Mannschaften bildeten nicht nur das zahlenmäßig größte Aufgebot, das Österreich je entsandt hat, sondern konnten auch hervorragende Ergebnisse erzielen:

Besonders erfolgreich war die Crew der Johannes Kepler Universität Linz, deren Damen gleich zwei Goldmedaillen in Großbooten errudern konnten. Mira und Marie Steinbeck siegten gemeinsam mit Klara Hultsch und Katja Brabec im W4- sowie unterstützt von Marika Rodinger, Lena-Maria Hofmayr, Philumena Bauer, Louisa Altenhuber und Steuermann Brian Lindner auch im W8+. In beiden Bootsklassen ließen die Linzerinnen ihrer Konkurrenz keine Chance und bauten ihren Vorsprung mit Fortdauer der Rennen kontinuierlich aus.

W4-    W8+_
Mit zwei Goldmedaillen steht die Uni Linz auch an der Spitze des Medaillenspiegels der 83 teilnehmenden Universitäten.
Vorbereitet und betreut wurden die erfolgreichen Damen von Boris Hultsch (WIL).
Ergänzt wurde das Frauen-Power-Team der Universität Linz noch von Birgit Pühringer, MSc, die im W1x in einem Teilnehmerfeld von 17 Universitäten den 9. Endrang belegte.

Die Universität Salzburg stellte mit Michael Saller, MSc, nicht nur den Fahrer des Bootstransportes, sondern auch einen aussichtsreichen Starter im LM1x, der sich im gut besetzten 15-Boote Feld, hervorragend behaupten konnte. Nach seinem ungefährdeten Direktaufstieg aus dem Vorlauf ins Halbfinale, bestand die berechtigte Hoffnung, dass er auch den Schritt ins Finale schaffen könnte. Dieser Aufstieg gelang mit einem zweiten Platz im Halbfinale dann auch souverän.
Michael setzte seine Erfolgsserie dann auch im A-Finale fort, wo er sich vom letzten Platz nach den ersten 500 Metern durch das gesamte Feld arbeitete, und mit einem abgesicherten zweiten Platz die Silbermedaille holen konnte.

LM1x podium

Das größte österreichische Kontingent stellten die Wiener Universitäten mit 14 Startern.
Im LW2x schlugen sich Lea Spierer und Lara Schaffler tapfer, verpassten aber trotz beherzter Schlussattacke den Einzug ins Finale A, holten dann aber mit einem klaren Start-Ziel Sieg im Finale B den 7. Gesamtrang.
Der Einzug ins Finale der besten sechs gelang auch Maximilien Marinov und Florentin Heim im LM2x, das sie auf dem 6. Rang beenden konnten.
Mit einer ansprechenden Leistung im Aufstiegslauf zog auch der LM2- mit Bastian Ferch und Tobias Riedel souverän ins Finale A. ein Dort belegten sie in einem witterungsbedingt äußerst schwierigen und kämpferischen Rennen – einschließlich einer Kollission mit ihren direkten Verfolgern aus Ungarn unmittelbar vor der Ziellinie – den 3. Endrang und durften sich über Bronze freuen.

LM2- podium
Ebenfalls eine Medaille für die Universität Wien konnte der LM4x in der Besetzung Fabian Ledutke, Manuel Parg, Tobias Riemschüssel und Andreas Pinzek errudern. Hinter den Mannschaften der Universität Lyon/FRA und der TU Delft/NED belegten sie den dritten Rang und durften eine Bronzemedaille in Empfang nehmen.
Weniger gut lief es für den M4- aus Wien mit Max Lehrer, Mark Richter, Leonhard Büll und Niko Beer, die den Einzug ins Semifinale A/B verpassten und den Bewerb am 13. Rang beendeten.

LM4x podium

Insgesamt also trotz etwas komplizierter Vorbereitung – Bootstransport über 1500km mit Fährüberfahrt von  Rostock nach Trelleborg – und schwierigen Ruderbedingungen eine schöne und erfolgreiche Veranstaltung, an der insgesamt 83 Universitäten aus 21 Ländern teilgenommen haben.

Für das nächste Jahr stehen mit den EUSA-Games in Belgrad/SRB und den FISU-Weltmeisterschaften Mitte Juli und Ende August gleich zwei studentische Ruderereignisse am Programm, bei denen die heurigen Ergebnisse hoffentlich wiederholt werden können.